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***War Dogs***

wdogs kritik
 
Autor: Joseph Zedelmaier
 
In War Dogs treffen die kalte Realität des Krieges und des Waffenhandels auf eine typisch flache amerikanische Komödie. Und wenn Widersprüche sich treffen, macht es eigentlich immer Spaß.
 
Wir befinden uns in den frühen 2000er Jahren. Irak Krieg. Die amerikanische Waffenlobby blüht und so Mancher wittert ein Stück vom Kuchen. Efraim Diveroli und David Packouz profitieren davon, dass die Waffendeals der USA auf dem freien Markt angeboten werden. Sie sind als Zwischenmänner zuständig für Verhandlungen und Transport kleinerer Waffenaufträge, doch selbst mit diesen kleinen Deals verdienen sich die zwei schnell eine goldene Nase.
 
Die Aufträge werden immer größer, die Beiden immer reicher. Und eines Nachts kommt es zum Höhepunkt - ein Angebot von noch nie zuvor dagewesener Größe. Die militärische Ausstattung der Streitkräfte im Afghanistan-Krieg. Und tatsächlich ergattern die Newcomer eben jenen Mega-Deal. Ein Auftrag dessen Ausmaß sie wohl nur erahnt haben.
 
 
Jonah Hill in seiner besten Rolle
 
In War Dogs treffen die kalte Realität des Krieges und des Waffenhandels auf eine typisch flache amerikanische Komödie. Und wenn Widersprüche sich treffen, macht es eigentlich immer Spaß.
 
Wir befinden uns in den frühen 2000er Jahren. Irak Krieg. Die amerikanische Waffenlobby blüht und so Mancher wittert ein Stück vom Kuchen. Efraim Diveroli und David Packouz profitieren davon, dass die Waffendeals der USA auf dem freien Markt angeboten werden. Sie sind als Zwischenmänner zuständig für Verhandlungen und Transport kleinerer Waffenaufträge, doch selbst mit diesen kleinen Deals verdienen sich die zwei schnell eine goldene Nase.
 
Die Aufträge werden immer größer, die Beiden immer reicher. Und eines Nachts kommt es zum Höhepunkt - ein Angebot von noch nie zuvor dagewesener Größe. Die militärische Ausstattung der Streitkräfte im Afghanistan-Krieg. Und tatsächlich ergattern die Newcomer eben jenen Mega-Deal. Ein Auftrag dessen Ausmaß sie wohl nur erahnt haben.
 
02 ©2016 Warner Bros Entertainment03 ©2016 Warner Bros Entertainment05 ©2016 Warner Bros Entertainment06 ©2016 Warner Bros Entertainment
 
Hangover Reboot? Zum Glück nicht.
 
Todd Philipps führt Regie und Bradley Cooper in einer Nebenrolle. Fast schon verwunderlich, dass nicht Zach Galafianakis die Rolle Jonah Hills übernimmt. Doch vielleicht will man sich ja auch von diesem Hangover-Vorurteil lösen. Mit Erfolg. Allerdings hat Instagram-Star und selbsternannter Frauenheld Dan Bilzarian eine kurze Cameo. Zum Glück wirklich nur eine Kurze - das hätte vielleicht doch eher in Hangover gepasst…
 
Auch zum Soundtrack müssen einige Worte verloren werden. Auf den Punkt. Von Pink Floyd bis zu moderner Elektro-Musik ist alles dabei. Und eben immer dann, wenn es passt. Auch von Drive und X-Men hat man sich musikalisch inspirieren lassen. Eine positive Linie, die sich durch immer mehr aktuelle Filme zu ziehen scheint. Die 2000er Jahre waren in dieser Hinsicht weit enttäuschender.
 
08 ©2016 Warner Bros Entertainment10 ©2016 Warner Bros Entertainment11 ©2016 Warner Bros Entertainment13 ©2016 Warner Bros Entertainment
 
Was hat War Dogs mit dieser Kritik zu tun?
 
Selbst dramaturgisch überzeugt der Film. Ähnlich wie in dieser Kritik wird der Zuschauer durch kleine Zitate aus dem jeweils nächsten Kapitel geteast. Titel wie „Das war ein großer Fehler“ machen heiß auf den weiteren Verlauf der Story und erzeugen außerdem einen „Aha-Moment“ bei dem tatsächlichen Ausspruch des Satzes. Inspiriert durch die Zeitungskultur, implementiert in den Film – interessant gemacht.
 
Waffen, Politik, Vorurteile, Krieg und Liebe – ein Fazit
 
Der Film spielt mit so vielen wichtigen Themen. Er wird nie kritisch, lediglich indirekt zeigt er Missstände auf. Durch die Augen der beiden Protagonisten werden viele Dinge von zwei Seiten beleuchtet. Manchmal ist War Dogs tiefer, als für was man sich verkauft. Wer hier "Kriegs- oder Waffenverherrlichung" schimpft ist naiv.
 
Erschreckend, dass die erzählte Geschichte wahr ist. Zwei Niemande ergattern den größten Waffenhandel des Afghanistan-Kriegs. Was ist da schief gelaufen, frägt man sich. Für die Beiden muss es sich wie eine Bestätigung des amerikanischen Traums angefühlt haben. Das Alles, mit Charme und Innovation, dargestellt in einem Film, der es zwar nicht schafft in die absolute Creme de la Creme aufzusteigen, für den es sich aber allemal lohnt ins Kino zu gehen.
 
 
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