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***Elliot, der Drache***

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Autorin: Vivien Neder
 
Wie schafft es ein kleiner Junge, alleine im Wald zu überleben? Mit Hilfe eines Drachen natürlich! Denn wer einen riesigen, feuerspeienden, freundlichen Drachen an seiner Seite hat, dem kommt keiner so schnell zu nah. Aber was, wenn der Drache plötzlich ins Visier der Bewohner eines nahegelegenen Dorfes gerät? Dann muss der kleine Junge die Rolle des Beschützers übernehmen und seinen Drachen vor Unheil bewahren…
 
Pete (Oakes Fegley) ist fünf Jahre alt, als er seine Eltern verliert. Die Familie ist gerade auf dem Weg in die Ferien, als ein Reh vor den Wagen springt, Pete’s Vater beim Ausweichen die Kontrolle über den Wagen verliert und dieser sich überschlägt. Nur Pete überlebt. Da weit und breit niemand zu sehen ist, wandert der kleine Junge mutterseelenallein in den Wald. Als ihn Wölfe angreifen wollen, wird der völlig verängstigte Pete von einem riesigen Lebewesen beschützt: Wie aus dem Nichts erscheint ein Drache. Er scheint freundlich zu sein und nimmt Pete mit.
 
Im nahegelegenen, verschlafenen Dorf erzählt der alte Holzschnitzer Mr. Meacham (Robert Redford) seit Jahren den Kindern die Geschichte eines Drachen, der im Wald wohnt. Er selbst will ihn gesehen haben und berichtet detailreich von seiner Begegnung mit dem grünen Riesen. Seine Tochter Grace (Bryce Dallas Howard) hört seine Geschichten mit Skepsis. In ihrer Tätigkeit als Forest Ranger ist sie noch nie einem Drachen begegnet. Aber Mr. Meacham ist fest davon überzeugt, dass ihn seine Augen nicht betrogen haben. Er ist der Ansicht, dass seine Tochter mehr auf ihr Herz hören sollte anstatt nur das zu glauben, was sie sieht.
 
Der abgelegene Wald indes, den Pete mit dem Drachen, den er Elliot genannt hat, bewohnt, wird von Holzfällern heimgesucht. So trifft Grace eines Tages auf den kleinen Jungen und für Pete wird nichts mehr sein, wie es war…

 
Blonder Mogli trifft auf grünen Fuchur
 
Der kleine Oakes Fegley, der Pete spielt, trägt den ganzen Film fast alleine. Er ist wirklich niedlich und macht seine Sache gut. Eine große Leistung für so einen kleinen Jungen! In seiner Rolle als Pete hat er die Sprache der Tiere gelernt und jault, heult und knurrt sich wie ein kleiner Wolf in die Herzen der Zuschauer. Er und sein phantastischer Gefährte Elliot, der Eigenschaften von Hund und Katze in sich vereint und etwas umständlich wie ein Pelikan landet, ergeben ein süßes Paar.
 
Robert Redford versucht in seiner Rolle des Holzschnitzers Mr. Meacham zu vermitteln, dass das Gespür für Magie nicht nur den ganz Kleinen vorbehalten ist. Auch Erwachsene können das Unfassbare erkennen, wenn Sie sich dem nicht von vornherein verschließen. Die Qualität, die Robert Redford mit seiner Erscheinung in einem Film liefert, wertet auch das Gesamtwerk noch einmal auf.
 
Alle anderen Darsteller dienen hauptsächlich als Beiwerk für die zwei, bzw. drei interessantesten Figuren: Pete, Elliot und Mr. Meacham. Sie machen ihre Sache gut, stechen aber in keiner Form besonders heraus.
 
08 ©2016 Walt Disney Pictures06 ©2016 Walt Disney Pictures12 ©2016 Walt Disney Pictures13 ©2016 Walt Disney Pictures
 
Aus Alt mach neu - mal wieder
 
Die Geschichte von Elliot dem Drachen lehnt sich an die Verfilmung des Stoffes aus dem Jahre 1977 an, der als Disney-Film „Elliot, das Schmunzelmonster“ in die Kinos kam. Getreu dem Motto, man könnte die damals angesprochenen Jugendlichen mit einer erwachseneren Neuverfilmung in die Kinos locken und ihre Kinder gleich mit verzaubern, präsentiert Disney mal wieder eine vor Special-Effects strotzende Version eines bekannten Klassikers.
 
Wie „Maleficent“, „Alice im Wunderland“, „Cinderella“ und „Das Dschungelbuch“ wurde auch „Elliot, der Drache“ erneut verfilmt. Nur wurde die Geschichte verändert und mit den visuellen Möglichkeiten, die die Computertechnologie heutiger Zeit bietet, in ein völlig neues Erlebnis verwandelt.
 
Der Film ist zwar sehr schön gemacht, aber dennoch etwas vorhersehbar - was im Grunde nicht so schlimm ist, es ist ja ein Disney-Film - und langatmig - was schon problematischer ist. Hin und wieder verfällt er auch in eine gewisse Rührseligkeit, die schwierig ist, denn man kann sich mit dem kleinen Jungen und seinem Drachen nur sehr schwer identifizieren. Die Grundfarbe des Films scheint außerdem Grün zu sein. Irgendwie ist alles grün: Der Drache, der Wald und damit die meisten Bilder. Visuell etwas eintönig.
 
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Fazit - Magie die man spüren und sehen soll
 
Disney’s Neuverfilmung des Themas kleiner Junge trifft auf großen netten Drachen ist ein recht gelungener Film, der in einigen Teilen etwas arg pathetisch wird, der sich aber in die erfolgreiche Verfilmung bekannter Disney-Klassiker einreihen kann. Zwar bietet er keine umwerfenden Überraschungen, ist aber ein netter Streifen, den man sich durchaus gönnen kann.
 
 
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