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***The Light Between Oceans***

tlbo kritik
 
Autor: Max Wrede
 
Eine Liebesgeschichte wie aus einem Poesiealbum mit bittersüßer Dramatik. Das umschreibt wohl am besten die Leinwandadaption des gleichnamigen internationalen Bestsellers von M.L. Stedman. Inszeniert von Regisseur Derek Cianfrance und mit Alicia Vikander, sowie Michael Fassbinder in den Hauptrollen. Und ein Film bei dem man vor allem eines vor einem Kinobesuch nicht vergessen sollte: Die Taschentücher.
 
Der Kriegsveteran Tom Sherbourne möchte nach seinen traumatischen Erlebnissen eigentlich nur noch eines im Leben: Abgeschiedenheit und Ruhe. Deshalb nimmt er eine Stelle als Leuchtturmwärter auf Janus Rock an.
 
Doch sein einsames Leben endet, als er im Hafenstädtchen Partageuse die lebhafte Tochter eines Fischers, Isabell Greysmark, kennen lernt. Die beiden fühlen dabei vom ersten Moment an, dass sie füreinander bestimmt sind. Deshalb folgt schon bald die Hochzeit und auch der Kinderwunsch von Isabel.
 
Allerdings erleidet sie zwei Totgeburten. Durch eine Fügung des Schicksals wird allerdings eines Tages ein Boot mit einem toten Mann und einem neugeborenen Baby angespült. Das junge Paar trifft daraufhin eine folgenschwere Entscheidung, die niederschmetternde Konsequenzen haben wird. Denn plötzlich taucht die echte Mutter des Kindes auf und möchte ihre Tochter zurück haben…
 
 
Tränenreiche Story ohne Kitsch
 
Regisseur M.L. Stedman katapultiert uns zu Beginn des Films zunächst in eine scheinbar perfekte Welt ohne Sorgen, in der nur eines zählt: Die Liebe. Mit Bildern in warmen Farbtönen und mit viel Gefühl werden uns die Charaktere vorgestellt und die Gefühlswelt des jungen Liebespaares nähergebracht.
 
Untermalt mit leichten und getragenen Melodien. Aber auch mit vielen poetischen Momenten, in denen die Hauptfigur Tom als Erzähler seiner poetischen Ader freien Lauf lässt. Allerdings ohne dass dabei der Gedanke an Kitsch aufkommt. Das ist übrigens auch im späteren Verlauf des Films nicht der Fall, wenn die Probleme und der Herzschmerz des jungen Paares zu immer mehr Tränenfluss führen.
 
Denn Regisseur Derek Cianfrance hat auch das Drehbuch verfasst und dabei großen Wert auf die Story und deren perfekte Umsetzung gelegt. Seine Worte dazu: „Obwohl ich nie mit der Autorin gesprochen habe, war ich ihr im Geiste eng verbunden. Ihr Wort war für mich Gesetz. Ich habe versucht, die Gefühle wiederzugeben, die ich beim ersten Lesen hatte. Das war mein Leitstern.“
 
01 ©2016 Constantin Film02 ©2016 Constantin Film07 ©2016 Constantin Film08 ©2016 Constantin Film
 
Überzeugender Cast mit viel Leidenschaft
 
Und das diese so glaubhaft wiedergegeben werden und uns derart ans Herz gehen, ist natürlich auch dem hochkarätigen Cast zu verdanken.
 
Neben der Oscar-Preisträgerin Alicia Vikander („The Danish Girl“) und dem mehrfach Oscar- und Golden Globe nominierten Michael Fassbender („Steve Jobs“, „12 Years a Slave“) dürfen wir uns bei der Verfilmung des internationalen Bestsellers auch auf Oscar-Preisträgerin Rachel Weisz („Ewige Jugend“, „Die fantastische Welt von Oz“) als leibliche Mutter des Waisenkindes freuen.
 
Besonders die innere Zerissenheit der Charaktere galt bei diesem Projekt als große Herausforderung für alle Beteiligten. Denn die Geschichte galt es nicht nur aus der Sicht der Hauptprotagonisten Tom, Isabel und Hannah zu erzählen, sondern jede Figur fügt dem Ganzen eine weitere Schicht hinzu.
 
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Fazit
 
„The Light Between Oceans“ ist ein Film, der einen von Anfang an fesselt. Ein vielschichtiges Drama um Leidenschaft, wahre Liebe und schicksalhafte Entscheidungen. Mit hochkarätiger besetzung und einer guten Story.
 
Ideal für frischverliebte Pärchen, die einen gemeinsamen Kinoabend mit viel Herzschmerz erleben möchten. Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, genügend Taschentücher einzupacken – denn auch Menschen, die nicht nahe am Wasser gebaut sind, werden sich der emotionalen Gefühlswelt des Drama kaum entziehen können.
 
 
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