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***Mahana - Eine Maori-Saga***

 mahana kritik
 
Autor: Michael Stumpf
 
Von James Bond zum großen Gefühlskino! Ein wahres Meisterwerk liefert „Die Another Day“ – Regisseur Lee Tamahori mit der Familiensaga „Mahana“ ab. Großes Kino zum Nachdenken fernab von jeglichem Kitsch, mit glaubhaften Darstellern und einer perfekten Inszenierung.
 
In den 1960er-Jahren ist das Leben der Schafscheerer an der Ostküste Neuseelands noch tief in alten Maori-Traditionen verwurzelt. Unter dem strengen Blick des Familien-Ältesten leben drei Generationen unter einem Dach.
 
Jedoch beugt sich der 14jährige Simeon nur widerwillig der Autorität seines Großvaters. Als Simeon eines Tages nach dem Holzhacken in der Stube ein altes Foto findet, ändert sich das Verhältnis zwischen den Beiden allerdings grundlegend. Denn er lüftet damit gleichzeitig ein altes Familiengeheimnis.
 
Doch dem Großvater wird das schon bald zu viel. Er verbannt Simeon und seine Eltern nach einem weiteren Streit aus seinem Haus. Simeon muss jetzt schnell einen Weg finden, um das Überleben seiner Familie zu sichern und seinem Großvater zu beweisen, dass er nicht der vorlaute Verlierer ist, für den er ihn hält.

 
Packende Story und perfekte Inszenierung
 
Lee Tamhori schafft es uns bereits von der ersten Minute an in den Bann der Chraktere und ihrer Lebensweise zu ziehen. Sowohl bei der Inszenierung, als auch bei der Musik und beim Cast merkt man sofort, dass hier großer Wert auf Qualität gelegt wurde.
 
Schauspielerisch verkörpert vor allem Temuera Morrison ("Star Wars Episode II und III", "Die letzte Kriegerin") den Großvater und das Familienoberhaupt Tamihana Mahana so perfekt, dass man selbst im Kinosessel sich nicht zu regen wagt, wenn er in Richtung Zuschauer blickt.
 
Bewusst verzichtet wurde dabei allerdings die dominierende Rolle des Familienoberhauptes mit übermässigen Gewaltausbrüchen zu untermauern. Bis auf die Eskalation zwischen Simeon und seinem Großvater übt dieser seine Macht nur durch sein dominantes Auftreten aus.
 
Großen Respekt hat aber auch der erst 14jährige Akuhata Keefe als Simeon Mahana verdient, der für sein Alter eine ebenfalls mehr als respektable Leistung abliefert.
 
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Ruhig aber nicht langweilig
 
Die epische Familiensaga basiert auf Witi Ihimaeras („Whale Rider”) autobiografischem Roman „Bulibasha: King of the Gypsies". Und wurde von Lee Tamahori vor der atemberaubenden Landschaft Neuseelands inszeniert.
 
In ruhigen Bildern und in für das heutige Kino eher unüblichen langen Einstellungen erzählt Tamahori dort die Geschichte über die aufkeimenden Konflikte zwischen Simeon und seinem Großvater, sowie das heranreifen von Simeon.
 
Durch die niedrige Schnittfrequenz wirkt der Film aber keineswegs langweilig. Ganz im Gegenteil! „Mahana“ ist sogar derart kurzweilig, dass die 100 Minuten wie im Flug vergehen. Und das ohne großartige Action oder Handlungssprünge.
 
Einziger Wehrmutstropfen ist die durchweg depressive Grundstimmung des Films. Ein notwendiges Übel, um die Übermacht des Großvaters und die Armut der Maori glaubhaft darzustellen. Tamahori schafft es jedoch auch hier diese durch eine perfekte Inszenierung zwar zu vermitteln, den Zuschauer damit allerdings nicht zu belasten.

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Fazit
 
Wer großes Programm-Kino mit exzellenten Darstellern erleben möchte, für den ist „Mahana“ die perfekte Wahl. Eine schöne Geschichte ohne große Aufreger, die zum Nachdenken anregt und in jedem Fall sehenswert ist.
 
 
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