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***Die Vampirschwestern 3***

 dvs3 kritik
 
Autor: Max Wrede
 
Teeniekomödien funktionieren eigentlich immer. Vor allem dann, wenn es sich dabei um Mädels dreht, die mit ihren pubertären Problemen zu kämpfen haben. Und erst recht wenn das Thema Vampire mit im Spiel ist.
 
Das haben sich wohl auch die Produzenten Ulli Pütz und Jakob Claussen gedacht und lassen deshalb, diesmal unter der Regie von Tim Trachte, noch einmal die Vampirschwestern auf die junge Generation los. Ob das allerdings eine gute Idee war, ist fraglich.
 
Aber der Reihe nach. Im dritten Teil der Reihe hat die Vampirfamilie Tepes Zuwachs bekommen. Denn Daka (Laura Roge) und Silvania (Marta Martin) sind stolze Schwestern eines kleinen Bruders Franz, eines süßen Halbvampir-Babys, geworden. Doch während der Vorbereitungen zu seinem ersten Geburtstag erfährt die Familie, dass Franz in höchster Gefahr schwebt: Die böse Vampirkönigin Antanasia (Jana "Jediyes" Pallaske) wünscht sich einen Halbvampir-Jungen als Thronfolger auf ihrem Schloss und hat daher ein Auge auf Franz geworfen.
 
Als Silvania ihre Eltern Mihai (Stipe Erceg) und Elvira (Christiane Paul) versehentlich hypnotisiert und dadurch vorläufig außer Gefecht setzt, gelingt es Antanasia den kleinen Franz zu entführen. Doch auch Daka folgt ihr sofort nach Transsilvanien, um ihren Bruder zu befreien. ! Inzwischen sind auch Silvania und Dirk van Kombast (Michael Kessler) zum Schloss unterwegs. Gemeinsam mit Murdo müssen sie Franz und Daka aus den Händen Antanasias befreien, bevor Franz zum Thronfolger gekrönt wird. 
 
 
Transsilvanien als Zugpferd
 
Diesmal verschlägt es also alle Beteiligten wieder zurück nach Transsilvanien, dem angeblichen Heimatort vieler Vampire und der ursprünglichen Herkunft der Familie Tepes. Und das die Schwestern ausgerechnet von dort ihren Bruder aus den Klauen des Bösen befreien sollen, klingt eigentlich nach einer spannenden Story. Naja in der berühmten Romanvorlage von Franziska Gehm wohl schon. Die filmische Umsetzung ist dann aber doch ziemlich flach geraten.
 
So richtig Vampirfeeling stellt sich nämlich nicht ein. Ganz im Gegenteil. Die Dialoge sind hölzern und der Humor wirkt streckenweise sogar extrem aufgesetzt und kindisch. Allen voran die Szenen mit den hypnotisierten Eltern. Hierbei wird wohl auch keiner aus der eigentliche Zielgruppe, den Teenies, wirklich lachen können.
 
Aber auch die Entführung des Bruders wirkt eher lächerlich als angsteinflößend. Man hat sich anscheinend keine Gedanken gemacht, welche Zielgruppe der Film eigentlich ansprechen soll. Denn im Vergleich mit den "Twilight" - Filmen wird "Vampirschwestern 3" bei den Teenies im Alter zwischen 13 und 17 wohl so kaum punkten können.
 
Außerdem weist die Teeniekomödie auch ziemliche dramaturgische Schwächen auf und wirkt an vielen Stellen künstlich in die Länge gezogen. Ein typisches Problem des deutschen Films, das man sonst eher bei Serienproduktionen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens zu sehen bekommt. Wenn man „Vampirschwestern 3“ mit anderen Teeniekomödien vergleicht ist das Gefälle deshalb schon recht groß.
 
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Gelungene Comedy dank Michael Kessler
 
Ein wahrer Lichtblick des Films ist hingegen Michael Kessler als Vampirjäger Dirk van Kombat. Denn er schaffst es durch gekonnte Situationskomik und Mimik seinen Charakter wirklich glaubhaft und vor allem sehr witzig zu verkörpern. Und das er das hervorragend kann, hat er ja auch schon mehrfach in ähnlichen Rollen für das Kino und das TV bewiesen.
 
Ob Christane Paul und Stipe Erceg, die Eltern von Daka und Silvania, allerdings zumindest beim Dreh ihrer Hypnose-Klaumaukszenen Spass hatten bleibt zu hoffen. Jana Pallaske als Vampirkönigin Anastasia liefert hingegen ein eher gelangweiltes Schauspiel ab. Man merkt ihr einfach an an, dass sie sich in ihrer Rolle nicht wirklich wohl gefühlt hat.
 
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Fazit
 
Mit „Vampirschwestern 3 – Reise nach Transsilvanien“ ist Tim Trachte leider kein Meilenstein der Filmgeschichte gelungen. Eher eine belanglose Teeniekomödie ohne Tiefgang, nach typisch deutschem Strickmuster.
 
Mit flachen Dialogen und dramaturgischen Schwächen. Ob der Film deshalb aufgrund der starken Konkurrenz aus den USA bei der Zielgruppe trotzdem ankommen wird bleibt abzuwarten.
 
 
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