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***Tini: Violettas Zukunft***

 tini kritik
 
Autor: Peter Osteried
 
Der Weg ins Kino war die logische Konsequenz. Denn die südamerikanische Telenovela „Violetta“, die von verschiedenen Disney Channels auf der ganzen Welt koproduziert wurde, entwickelte sich mit ihren 240 Folgen, die in Form von drei Staffeln präsentiert wurden, zum internationalen Hit. Seit 2014 läuft die Serie auch im deutschsprachigen Fernsehen und hat dort schnell ihr Publikum gefunden. Nicht nur, weil hier reichlich Teenie-Herzschmerz geboten wird, sondern weil das alles auch mit reichlich Musik garniert ist.
 
Irrungen und Wirrungen
 
Die letzte Tournee war lang, umso mehr freut Violetta (Martina Stoessel) sich, endlich wieder zurück zu sein. Sie kann es kaum erwarten, Leon (Jorge Blanco) wiederzusehen, aber daraus wird nichts. Denn der befindet sich gerade in Los Angeles und nimmt dort sein erstes Album auf. Violetta glaubt, dass Leon mittlerweile mit einer anderen zusammen ist, weswegen sie erst mal nach Italien reist, wo sie im Huas einer alten Freundin entspannen will. Hier leben auch einige andere kreative, junge Menschen, darunter Caio (Adrian Salzedo), der ein Auge auf sie geworfen hat. Er nimmt Violetta mit in sein Dorf. Ausgerechnet das Dorf, in dem ihre verstorbene Mutter einst ihren ersten Auftritt als Sängerin hatte.
 
Wird Violetta sich für den freundlichen Caio entscheiden oder ist es letzten Endes doch Leon, der sie für sich erobern wird. Denn der hat natürlich Wind davon bekommen, dass sie glaubte, er hätte eine andere, weswegen er das unbedingt aufklären muss – und schon steht Violetta zwischen zwei Männern.
 
 
Fortsetzung
 
Der Film schließt direkt an die Fernsehserie an. Das deutsche Timing könnte da nicht besser sein, denn die letzte Folge lief Mitte Oktober. Damit kann man direkt in den Film eintauchen, der es schafft, die Qualitäten der Show zu transportieren, aber ihre Schwächen zu negieren. Die Serie leidet vor allem an der sterilen Studiokulisse, die dem Mangel an Geld, aber auch der schnellen Produktionsweise geschuldet ist. Der Film hingegen wurde auf Sizilien gedreht und versteht es, die natürliche Schönheit der italienischen Insel perfekt einzufangen. Es sind sonnendurchflutete Bilder, die hier nicht nur Urlaubsfeeling aufkommen, sondern auch idealen Hintergrund für die emotionalen Irrungen und Wirrungen bietet.
 
Bemerkenswert ist, wenn man es denn überhaupt so nennen will, dass die Übertragung der Telenovela-Identität auf das Kino geglückt ist. Denn die Geschichte speist sich aus allerhand abstrusen Missverständnissen und Fehleinschätzungen, die weit jenseits jeglicher Realität liegen. Es ist eine Art Paralleluniversum, in dem diese Geschichte spielt, in der Figuren sich selbst für voll nehmen, aber vollkommen hanebüchen agieren. Das mag man als den Charme einer Telenovela sehen, im Kino ist das aber zumindest gewöhnungsbedürftig.
 
01 ©2016 Walt Disney Pictures02 ©2016 Walt Disney Pictures03 ©2016 Walt Disney Pictures04 ©2016 Walt Disney Pictures
 
Schöne Menschen vor schöner Kulisse
 
Objektiv betrachtet ist „Tini: Violettas Zukunft“ sicherlich kein großer Film, aber einer, der sehr genau auf die Zielgruppe von Mädchen zwischen zwölf und sechszehn Jahren zugeschnitten ist. Mit der Konzentration auf die emotionalen Schwierigkeiten der Hauptfigur wird hier eine Identifikationsmöglichkeit geboten, die es erlaubt, die eigene Erfahrungswelt mit der des Films in Einklang zu bringen.
 
Darüber hinaus bietet der Film vor allem etwas fürs Auge. Hier agieren wirklich schöne Menschen, die durch die Bank sehr attraktiv sind, vor nicht minder schöner Kulisse. Dazu gibt es reichlich ohrwurmtaugliche, sehr melodiöse Popsongs, die für alle Altersgruppen gefällig sind.
 
05 ©2016 Walt Disney Pictures06 ©2016 Walt Disney Pictures07 ©2016 Walt Disney Pictures08 ©2016 Walt Disney Pictures
 
Fazit
 
„Tini: Violettas Zukunft“ kommt natürlich mit reichlich Kitsch und Pathos daher, frei von Charme ist dieses auf Jugendliche zugeschnittene Popmärchen aber nicht, zumal es faszinierend ist zu sehen, wie eine Telenovela adäquat ins Kino übertragen wird. Unterm Strich gilt: Schöne Menschen, schöne Kulisse, schöne Songs – das ist lockere, sympathische Unterhaltung für Mädchen jedes Alters.
 
 
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