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***Burg Schreckenstein 2***

 
bss2 kritik
 
Autor: Peter Osteried
Im Jahr 2016 kam der erste Teil in die Kinos und war wie nicht anders zu erwarten ein durchaus respektabler Erfolg. Hierzulande hat man mit der Verfilmung von erfolgreichen Kinderbuchreihen schon einige gute Erfahrungen gemacht.
 
Die setzten sich auch mit „Burg Schreckenstein“ fort, weswegen man sich flugs daran machte mit „Burg Schreckenstein 2 – Küssen (nicht) verboten“ ein Sequel zu produzieren, das flott umgesetzt werden musste, da die Kinder auch nicht jünger werden.
 
Die Burg muss gerettet werden
 
Der große jährliche Wettkampf zwischen den Jungs von Burg Schreckenstein und den Mädchen von Rosenfels steht mal wieder an. Am Kapellsee wird der Wettkampf abgehalten, inklusive einiger smarter Sabotageakte. Aber zum Abschluss kommt das Ganze nicht, denn der Zeppelin des Grafen stürzt ab. Der kann sich zwar in letzter Sekunde noch retten, wird dabei aber verletzt. Die nächsten Wochen muss er darum in einem Sanatorium verbringen. Und das zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, denn der Graf ist finanziell am Ende.
 
 
Darum plant sein Vetter Kuno (Uwe Ochsenknecht), der seine Vertretung übernommen hat, auch den Verkauf der Burg Schreckenstein. Investoren aus China haben Interesse an dem alten Gemäuer. Aber nicht, um es hier zu erhalten, sondern um es abzutragen und in einem mittelalterlichen Themenpark in China wiederaufzubauen. Als die Jungs davon erfahren, ist ihnen klar, dass sie etwas machen müssen. Doch sie brauchen die Hilfe der Hühner, um den sagenumwobenen Schatz zu finden, der irgendwo im Burghof versteckt sein soll. Nur mit ihm kann man der finanziellen Bredouille entkommen und die Burg retten …
 
Alt, aber nicht altmodisch
 
Bei „Burg Schreckenstein“ handelt es sich um eine klassische Kinderbuchreihe, die von Oliver Hassencamp geschrieben wurde. Sie debütierte im Jahr 1959 und brachte es bis 1988 auf 27 Bände. Vor einigen Jahren wurden die Bücher in einer überarbeiteten Neuauflage auf den Markt gebracht und es zeigte sich, dass sich an ihrem Reiz für die Jugend nichts verändert hatte. Entsprechend gab es nach verschiedenen Hörspielen rund um die Schreckies auch Interesse an einer Verfilmung, die nun in die zweite Runde geht.
 
02 ©2017 Concorde Film01 ©2017 Concorde Film03 ©2017 Concorde Film08 ©2017 Concorde Film
 
Das Schöne am zweiten Teil ist, dass die Figuren eingeführt sind, so dass die Geschichte hier schneller in Gang kommt, wobei der Abenteueraspekt in den Vordergrund gestellt wird. Denn dem Untertitel zum Trotz geht es hier natürlich nicht so sehr um die ersten Liebeleien zwischen Schreckies und Hühner. Es gibt zwar ein paar Szenen, die sich damit befassen, dass die Jungs, aber auch die Mädchen Interesse am anderen Geschlecht entwickeln, aber in erster Linie zeigt sich das aber in Neckereien. Entsprechend lenkt das auch nicht vom Hauptgeschehen ab, das sich als klassische Schnitzeljagd präsentiert und mit einer rasanten Inszenierung punktet.
 
In erster Linie für junges Publikum
 
Natürlich zielt der Film nicht auf ältere Zuschauer ab, da die Kinder im Mittelpunkt stehen – vor der Kamera, aber auch als Zuschauer im Kino. Amüsantes gibt es aber durchaus auch für die etwas Älteren, was sich vor allem durch Uwe Ochsenknecht manifestiert. Der ist an und für sich der Schurke des Stücks, spielt das aber so charmant, dass man da eigentlich nie sicher ist – zumal er einige wunderbare Lacher auf seiner Seite hat. Etwa dann, als er mit der Lehrerin spricht und die ihn aufgrund eines grammatikalischen Fauxpas ermahnt.
 
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Fazit
 
„Burg Schreckenstein 2 – Küssen (nicht) verboten“ ist eine solide und souverän gestaltete Fortsetzung zum ersten Teil. Die Geschichte ist sympathisch erzählt und lebt von den dynamischen und authentischen Jungdarstellern, wobei mit Rasanz erzählt wird. Angesichts der Vielzahl an Roman-Vorlagen darf man wohl davon ausgehen, dass schon bald auch ein dritter Teil folgen wird.
 
 
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