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***Bailey - Ein Freund fürs Leben***

bailey kritik
 
Autor: Peter Osteried
 
Rund um Lasse Hallströms neuen Film „Bailey – Ein Freund fürs Leben“ hat sich eine Kontroverse entsponnen, die den Blick trübt für das, was dieser Film ist.
 
Denn Hallström hat einen unglaublich positiven, sehr herzlichen, die Seele und das Herz ansprechenden Film abgeliefert, der nicht nur Hunde-Liebhaber zu Tränen rühren wird.
 
Die Suche nach dem Sinn
 
Was ist der Sinn eines Hundelebens? Das fragt sich der Golden Retriever Bailey, als er in die Obhut des jungen Ethan kommt. Ist der Sinn des Lebens vielleicht einfach nur, Spaß zu haben? Denn davon hat Bailey jede Menge.
 
Die Jahre ziehen ins Land. Bailey ist Ethans bester Freund. Sie erleben schöne, aber auch traurige Momente. Es ist ein gutes Hundeleben, das irgendwann aber auch mal enden muss. Doch der Tod ist für Bailey nur der Anfang. Er erwacht erneut – im Körper eines Welpen. Für ihn beginnt ein neues Leben mit neuen Menschen. Und wieder fragt er sich, was der Sinn eines Hundelebens ist.
 
Diese Frage begleitet den Hund durch seine zahlreichen Leben bis zu dem Moment, da er Ethan wieder trifft – und alles einen Sinn ergibt.
 
 
Die Hunde-Perspektive
 
Das Wunderbare an diesem Film ist die Perspektive. Erzählt wird immer aus dem Blickwinkel des Hunds, was umso amüsanter ist, da er auch kommentiert, was die Menschen um ihn herum sagen und tun. Wenn sich sein Besitzer Ethan und dessen Freundin Hannah küssen, dann vermutet der Hund, sie könnten um Essen rangeln, aber eine Inspektion der Münder zeigt, dass beide nichts zu schnabulieren haben. Umso erstaunlicher findet Bailey es, dass Ethan unverdrossen immer wieder mit dieser „Inspektion“ weitermacht.
 
Szenen wie diese gibt es unzählige, die einen so einfachen und simplen Blick auf die menschliche Existenz werfen. Darüber hinaus geht es aber auch um das ganz große Thema: die Sinnsuche. Immerhin fragt sich Bailey, was die Existenzberechtigung eines Hundes ist. Und das nicht nur im ersten, sondern auch in den späteren Leben, die er führt.
 
01 ©2017 Constantin Film02 ©2017 Constantin Film03 ©2017 Constantin Film04 ©2017 Constantin Film
 
Am Ende ergibt sich ein Sinn – nicht nur für den Hund, sondern auch für das Publikum. Es ist eine simple Botschaft, die hier transportiert wird. Dass das Hier und Jetzt das einzige ist, was man hat, dass man sich nicht wegen der Vergangenheit grämen oder wegen einer möglichen Zukunft sorgen soll, sondern die Liebe genießt, die das Heute mit sich bringt. Natürlich ist das kitschig, aber es ist auch wunderschön.
 
Menschliche Geschichten
 
„Bailey – Ein Freund fürs Leben“ funktioniert aber nicht nur, weil die Geschichte des Hundes so ergreifend ist, sondern weil die Menschen, denen er in seinem Leben begegnet, auch ihre eigenen Geschichten haben. Teilweise ist dafür nicht viel Laufzeit vorhanden, aber dennoch gelingt es, das Drama und das Glück dieser Menschen auch zu zeigen – durch die Augen eines Hundes.
 
Dabei geht es auch um vertane Gelegenheiten, um Fehler der Vergangenheit, um seelischen Schmerz, der alles zerstörte, aber auch um zweite Chancen, die vielleicht spät im Leben kommen, aber sich dennoch manifestieren.
 
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Fazit
 
„Bailey – Ein Freund fürs Leben“ ist ein zu Herzen gehender Film, der die komplette Klaviatur der Gefühle bedient. Im Deutschen profitiert er von einer einfühlsamen Synchronisation, bei der man Florian David Fitz gewinnen konnte, um Bailey seine Stimme zu leihen. Er spielt das unschuldige, neugierige Tier mit sehr viel Esprit. Das ist das Tüpfelchen auf dem I.
 
Lasse Hallströms neuestes Werk ist ein rundum gelungener Film, der das Herz auf dem rechten Fleck hat. Wer jemals einen Hund besessen hat, der wird sich in diesem Film wiederfinden, mit all der Freude, den schönen Momenten, aber auch der ultimativ kommenden Trauer, die damit einhergeht. „Bailey – Ein Freund fürs Leben“ lässt an die eigenen Vierbeiner denken, die einen durchs Leben begleitet haben …
 
 
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