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*** Pitch Perfect 3 ***


 
pp3 kritik
 
Autor: Walter Hummer
Vor 5 Jahren gaben die „Bellas“ zum ersten Mal den Ton an. Im mittlerweile dritten Teil gibt es wieder was zu lachen und jede Menge Musik.
 
Hör, sie spielen unser Lied
 
Der erste Teil war ein netter kleiner Film über eine Gruppe ganz verschiedener Studentinnen und ihre a-cappella-Gruppe. Der zweite Teil war leider, wie so viele Fortsetzungen, praktisch der gleiche Film wie der erste, bloß mit ein paar neuen Gesichtern. Teil 2 war also mehr ein Remix, als eine Fortsetzung. Umso erstaunlicher, wenn der dritte Teil gleich zu Anfang ganz andere Töne anschlägt. Beca (Anna Kendrick) muss feststellen, wie sehr sich das Berufsleben von der Welt des Colleges unterscheidet. Und auch die anderen Damen sind in der realen Welt angekommen.
 
Natürlich ist „Pitch Perfect 3“ keine Milieustudie über Millennials. Aber es ist doch erfrischend, wenn in einem Film zumindest erwähnt wird, wie hart der Einstieg in die Welt der Erwachsenen heute sein kann. Nach einer peinlich-komischen „Reunion“ der Bellas, entschließen sie sich für eine Tournee der Truppenbetreuung der amerikanischen Streitkräfte wieder zusammen zu kommen. In Spanien, der ersten Station ihrer Reise, stellen sie fest, dass noch 3 andere Gruppen die Tournee begleiten. Vor allem die Damen der Rock-Band mit dem wenig subtilen Namen „Evermoist“ setzen den Heldinnen zu. Die „Bellas“ stehen also wieder in einem Wettbewerb.
 
 
An dieser Stelle könnte man schreiben, jeder der die ersten zwei Filme gesehen hat, kann sich denken wie der Film ausgehen wird. Tatsächlich kann sich jeder der in seinem Leben überhaupt zwei Filme gesehen hat, denken wie der Film ausgehen wird. Das bisschen Handlung das die Gags mit den Musiknummern und die Musiknummern mit den Gags verbindet ist so vorsehbar wie Dunkelheit am Abend. Ja, wir haben wieder zwei bis drei Liebesgeschichten. Es gibt auch noch eine Art Krimihandlung rund um Fat Amys Vater. Und ganz nebenbei sehen wir einige malerische Drehorte. Aber die Hauptsache sind die Gags und die Musik. Die Gags sind zum größten Teil witzig und die Musik geht ins Ohr. Hier haben wir einen Film, der nicht mehr zu sein versucht als er ist. Und was er ist, ist unterhaltsam.
 
Die „Bellas“ …
 
Anna Kendrick ist in wenigen Jahren mit so unterschiedlichen Filmen wie „Up in the Air“, „End of Watch“ oder „Mike and Dave need Wedding Dates“ zu einer der vielseitigsten jungen Darstellerinnen Hollywoods geworden. Als Beca zeigt sie wieder genau die richtige Mischung aus Stärke und Unsicherheit, Souveränität und Unbeholfenheit, die ihre Rolle zu einem echten Menschen macht. In den letzten Jahren haben wir uns daran gewöhnt, gerade in Komödien regelmäßig sehr dumme Charaktere als Helden zu sehen. Die Intelligenz, die Kendrick in dieser Rolle zeigen darf, ist eine willkommene Abwechslung.
 
Schon in den ersten beiden Filmen war Rebel Wilson als Fat Amy die heimliche Heldin. Für ihre Rolle haben sich die Drehbuchautoren wirklich Mühe gegeben. Und Rebel Wilson zeigt sich der Mühe würdig. Sie zeigt einen feinen Sinn für Comedy-Timing und liefert ihre Gags doch immer so, als würde sie gerade ein echtes Gespräch führen. Am Ende des Filmes möchten wir doch alle die „Fat Amy Winehouse-Show“ sehen.
 
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Hailee Steinfeld hat bereits mit 14 Jahren in „True Grit“ Jeff Bridges an die Wand gespielt. Nach so furchtbaren Filmen wie „Ender’s Game“ und „3 Days to Kill“ wäre eine brauchbare Rolle für sie längst überfällig. Hier spielt sie eine herzensgute, aber sehr dumme junge Frau. Sie macht ihren Job gut, aber man wünscht ihr einen anderen Job.
 
Anna Camp spielt wieder Aubrey. Ihre Rolle hat seit Teil eins keine echte Entwicklung durchgemacht. Das lässt sie eher farblos wirken. Brittany Snow spielt wieder Chloe. Sie hat diesen gewissen „All-American-Girl“-Charme. Man muss sie einfach mögen. Auch der Rest der Bellas gerät nie aus dem Takt.
 
… und ihr Background-Chor
 
Elizabeth Banks und John Michael Higgins kommentieren wieder die Handlung. Das war im ersten Teil schon nicht wirklich nötig. Mittlerweile ist das nicht nur überflüssig sondern ein wenig störend. John Lithgow spielt Fat Amys Vater. Seine Rolle ist ein reines Handlungselement, so bleibt Lithgow nicht viel zu tun.
 
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Ruby Rose spielt die Anführerin der Konkurrenzgruppe „Evermoist“. Sie ist eine dieser fantastisch-aussehenden Frauen, die unter „Schauspielen“ verstehen, dass sie den Mundwinkel verziehen. Zwei junge Männer mit den Namen Matt Lanter und Guy Burnet sind im Film, damit Beca und Chloe jemanden haben, in den sie sich verlieben können. Schön für die beiden.
 
Fazit
 
„Pich Perfect 3“ bietet anderthalb Stunden gute Musik und witzige Gags. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Man kann zurzeit in jedem Kinocenter Deutschlands sehr viel schlimmere Fehler begehen, als sich eine Karte für diesen Film zu kaufen.
 
 
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