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***Mechanic: Resurrection***

mres kritik
 
Autor: Alexander Friedrich
 
Jason Statham und Action gehen einfach immer. Doch mit dem bereits zweiten „Mechanic“-Teil droht 0815-Genre-Kost, wie man sie schon dutzende Male über sich ergehen lassen durfte. Und die erste Stunde ist wirklich miese kitschige Rohkost, bis dann plötzlich „Mechanic Resurrection“ mit kreativen und witzigen Ideen punkten kann und doch noch positiv überrascht.
 
Arthur Bishop (Jason Statham) hat sich als exzellenter Auftragskiller einen Namen gemacht, doch dann hängt der müde Attentäter seinen Job an den Nagel und setzt sich im sonnigen Thailand zur Ruhe, wo er die schöne Gina (Jessica Alba) kennenlernt und sich prompt verliebt. Doch dann wird Gina von Gangsterboss Riah Crain (Sam Hazeldine) entführt. Bishops einziger Weg, sie zu retten, ist für Crain wieder ins Meuchelmörder-Geschäft einzusteigen und drei hochrangige Ziele zu eliminieren, von denen eines schwieriger als das andere ist.
 
Zunächst mehr vom Gleichen
 
Action-Veteran Jason Statham ist nicht mehr der Jüngste, doch im Vergleich zu den schon altersschwachen und dennoch immer wieder auf die Leinwand zurückkehrenden Kollegen Liam Neeson der Sylvester Stallone macht der Brite immer noch eine super Figur wie zur Zeit des ersten Transporters.
 
Der Brite hält dafür bekanntermaßen am Set meist selbst den Kopf hin, was ihm schon zahlreiche Verletzungen eingebracht und beim Dreh zu "The Expendables 3" schonmal beinahe das Leben gekostet hat. Auch in "Mechanic: Resurrection" zieht der ehemalige Turmspringer unter der Ägide des deutschen Regisseurs Dennis Gansel wieder alle Register der Actionkunst zu Wasser, zu Lande und in der Luft.
 
 
 
Die Werke mit Statham als Protagonist werden jedoch auch immer austauschbarer, von den völlig abgedrehten „Crank“-Filmen mal abgesehen. „Mechanic Resurretion“ macht da zunächst keine Ausnahme. Im Gegenteil: Das actionlastige Intro sprüht nur so vor miesen Greenscreen-Aufnahmen und sichtbar budgetbedingt schwachem CGI. Ein 0815-Dauerfeuer-B-Movie bahnt sich an.
 
Dann aber tritt der deutsche Regisseur Dennis Gansel (Crew und Cast des Vorgängers wurden nahezu komplett ausgetauscht) gewaltig auf die Bremse und schickt Bishop in Rente, gefolgt von thailändisch melancholischen Urlaubsaufnahmen, die direkt aus dem Reisemagazin im Flieger stammen könnten.
 
Fast eine Stunde lang quälen wir uns mit einer einfach nur langweiligen Liebesgeschichte, die primitiver nicht ausfallen könnte. Die Figur Jessica Albas hat dabei lediglich sexuellen Wert und dient bei ihrer Entführung schließlich nur zur Reaktivierung Bishops als Killer und damit als Mittel zum Zweck. Für einen konventionellen Action-Film für den Bier-Couch-Abend reicht das auch völlig aus, doch dafür nimmt sich der Film einfach viel zu viel Zeit und dabei selbst deutlich zu ernst.
 
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Ganz der Hitman
 
Bis dahin passiert tatsächlich nichts Nennenswertes, doch sobald Bishop dann endlich für seine Geliebte zurück in den Einsatz geht, legt „Mechanic Resurrection“ endlich los und weiß dann auch, gehörig zu unterhalten. Dafür ist der Mittelteil und Hauptakt des Films verantwortlich, in dem Bishop seine drei Auftragsmorde vollzieht. Denn die heben sich wirklich vom Standard-Repertoire des Genres ab. Statt roher Gewalt und lauten Schießeinlagen geht Bishop nämlich leise und bedacht vor, denn die Mission lautet, die Morde wie einen Unfall aussehen zu lassen.
 
So gibt es vor jedem Attentat eine sorgfältige Planungsphase samt Beobachtung der Verhaltensweisen der Ziele, unter denen sich auch Oscar-Gewinner Tommy Lee Jones befindet. Die letztendliche Ausführung der Morde kann mit ihrer kreativen wie witzigen Inszenierung wirklich überzeugen und macht richtig Spaß. „Mechanic Resurrection“ wirkt hier wie eine Verfilmung des Videospiels „Hitman“, beziehungsweise hätten die beiden actionlastigen „Hitman“Filme genauso aussehen müssen.
 
Gegen Ende wird dann doch wieder laut und hektisch geballert, wenn Bishop Crains Yacht stürmt und dessen Gefolge im Alleingang dezimiert. Doch auch wenn der Charme der Stealth-Morde hier verloren geht, macht auch das plumpe Finale noch Spaß, da es im Gegensatz zum ernsten und damit unfreiwillig komischen Anfang hier ehrliche Trash-Kost bietet und Statham eben einfach immer gut aussieht, wenn er dutzende Feinde mit bloßen Fäusten ausschaltet. In Erinnerung bleibt dieser Abschnitt trotzdem nicht, so austauschbar und eindimensional fällt er aus.
 
Es bleibt die Frage, für wen oder wofür „Resurrection“ nun eigentlich produziert wurde, gerade da sich die Fortsetzung komplett vom Vorgänger loslöst, welcher ohnehin schon ordentlich an der Kinokasse floppte.
 
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Fazit
 
„Mechanic Resurrection“ besteht aus gleich drei Filmen, die kein wirkliches Gesamtgefüge bilden. Der erste ist eine wirklich miese Lovestory, die man sich schenken kann. Der zweite betet coole Schleich-Action mit einfallsreichen Auftragsmorden und Nummer Drei ist eben uninspiriertes 0815-Trash-Geballer. So kann lediglich Film Zwei gelegentlich überzeugen, was definitiv zu wenig ist.
 
 
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