Coco Skyscraper 160x600 AB

 
nflix news

youtube1mobile1

***Der kleine Vampir***

 
dkv kritik
 
Autor: Peter Osteried
         
1979 ersann die damalige Grundschullehrerin Angela Sommer-Bodenburg die Geschichte des kleinen Vampirs. Bis zum Jahr 2015 folgten 20 weitere Bände. Die Geschichte wurde sofort ein riesiger Erfolg, in 34 Sprachen übersetzt und sogar mehrmals verfilmt.
 
Erstmals in Form einer kanadisch-deutschen Fernsehserie aus dem Jahr 1985, die die ersten beiden Bücher adaptierte, später als deutsche TV-Produktion und im Jahr 2000 schließlich als großer Realfilm. Nun nimmt man sich des Stoffes in Form eines computeranimierten Films an. Richard Claus, der hier als Regisseur fungiert, produzierte schon den 2000er Film nach einem Drehbuch von Larry Wilson, welcher nun auch wieder in die Tasten haute.
 
Erstmals animiert
 
Die Vampir-Sippe der von Schlottersteins kommt zusammen, um den 13. Geburtstag von Rüdiger zu feiern – zum 300. Mal. Doch dann taucht der Vampirjäger Geiermeier auf, der sie alle in einer riesigen Gruft einsperrt. Nur Rüdiger, seine Eltern und seine Schwester Anna können entkommen. Sie fliehen von Transsylvanien nach Deutschland, wo Rüdiger auf den 13-jährigen Jungen Anton Bohnsack trifft. Der war schon immer von Vampiren begeistert und zeigt gegenüber Rüdiger keine Angst. Im Gegenteil, er hilft ihm sogar. Die beiden Jungen freunden sich schnell an und machen sich dann gemeinsam daran, Rüdigers Familie zu helfen.
 
 
Doch dafür gibt es einige Stolpersteine, die überwunden werden müssen, darunter Antons Eltern, die nicht an Vampire glauben, und natürlich Geiermeier, der mit seinem Assistenten Manni immer ausgeklügeltere Methoden entwickelt, um den Vampiren zu Leibe zu rücken.
 
Kein Remake, keine Fortsetzung
 
Natürlich hätte Richard Claus auch eine Fortsetzung zu seinem Realfilm machen können, er wollte aber ganz neu an den Stoff herangehen. Darum entschied man sich, nicht direkt eines der Bücher zu adaptieren, sondern sich aus dem Besten zu bedienen, was diese zu bieten haben.
 
Dabei hat man natürlich die Ur-Geschichte beibehalten, denn Rüdiger und Anton müssen sich nun mal erst kennen lernen. Darüber hinaus ist manches aber auch anders, so etwa Geiermeier, der in den Romanen als Friedhofswärter begann, hier jedoch schon ein sehr versierter Vampirjäger ist.
 
Zudem stellte man ihm mit dem Erfinder Manni einen Assistenten zur Seite, mit dem er sich auch austauschen kann. Im Deutschen wird dieser übrigens von Wigald Boning gesprochen.
 
01 ©2017 Universum Film02 ©2017 Universum Film03 ©2017 Universum Film04 ©2017 Universum Film
 
„Der kleine Vampir“ ist flott erzählte Fantasy-Unterhaltung, die tatsächlich für Groß und Klein funktioniert. Der Test, ob ein Animationsfilm auch ein erwachseneres Publikum ansprechen kann, ist immer die Frage, ob er auch als Realfilm funktionieren würde. Und hier muss man das bejahen. Herausgekommen ist darum ein schönes Abenteuer, welches das Herz auf dem rechten Fleck hat und einerseits für Toleranz eintritt, andererseits aber auch eine Ode an die Freundschaft ist. Das ist der Kern von „Der kleine Vampir“, der in den Romanen vorhanden ist und auch hier perfekt herausgearbeitet wurde.
 
Der heimliche Star
 
Die meisten Lacher hat eine Figur auf ihrer Seite, die eigentlich völlig nebensächlich ist: die Kuh, von der sich Rüdiger ernährt. Das klingt härter als es ist, da die Kuh damit auch eine neue Existenzebene erhält und freudig durch die Lüfte trabt. Das sieht einfach herrlich lustig aus.
 
Generell gilt aber, dass die Gagquote hier sehr gut ist, von den Dialekt sprechenden Gastwirten der Bohnsacks über die Vampir-Bande bis hin zum unverwüstlichen Geiermeier. Wirklich ernsthaft passiert dabei niemandem etwas, aber Action gibt es doch reichlich.
 
05 ©2017 Universum Film06 ©2017 Universum Film07 ©2017 Universum Film08 ©2017 Universum Film

Fazit
 
„Der kleine Vampir“ ist ein herrlicher, verspielter, mit tollen Designs und flotter Erzählweise aufwartender Film für ein junges, aber auch ein junggebliebenes Publikum.
 
Es gibt reichlich zu lachen, aber auch zu Herzen gehende Momente und eine Botschaft, wie sie schöner nicht sein könnte. Wundervoll ist auch der Abspann, bei dem die Figuren noch einmal auftreten – gerade so, als wäre man im Theater und würde den Schauspielern zujubeln, während sie sich ein letztes Mal verbeugen.
 
 
Unterstütze FantasticMovies.DE:
                                                                                                                                        
 
 
email this page
feedback