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***Hexe Lilli rettet Weihnachten***

 
hlrw kritik
 
Autor: Max Wrede
         
Bald ist Weihnachten! Und dann dürfen sich alle braven Kinder wieder auf Geschenke vom Weihnachtsmann und alle unartigen Kinder auf den Knecht Ruprecht freuen freuen. Oder etwa nicht? In der Weihnachtsgeschichte von Wolfgang Groos („Robbi, Tobbi und das Fliewatüüüt“, „Rico, Oscar und das Herzgebreche“) ist das nämlich genau andersrum.
 
Denn darin bringt der mittlerweile gute Ruprecht den Kindern die Geschenke und der Weihnachtsmann selbst hat sich auf die Organisation derer spezialisiert. Naja das wäre ja nicht weiter schlimm, wenn der nicht von Grafen Tetrich, Junior eines Tages gefangen genommen und in den Kerker gesperrt worden wäre. Denn dieser hasst Weihnachten und möchte das Fest am liebsten ausrotten. Warum? Das erfahren wir erst gegen Ende des Films.
 
Und Hexe Lilli ist sauer auf ihren Bruder Leon (Claudio Magno). Denn sie wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kaninchen zum Fest. Bekommt es aber nicht, weil ihr Bruder eine Allergie gegen diese Tiere hat. Deshalb benutzt sie ihr magisches Buch, um Ruprecht herbeizuzaubern und ihm eine Lektion zu erteilen. Doch der ist ihr zwar zunächst dankbar aus dem Kerker befreit worden zu sein, findet sich allerdings in der Menschenwelt gar nicht zurecht.
 
Und weil er dort auch noch seinen Herrn und Meister, den Weihnachtsmann nicht finden kann, wird er aus Frust wieder Böse. Und lässt alle Kinder verschwinden, die unartig waren. Hexe Lilli muss ihn also möglichst schnell wieder in seine Zeit zurück befördern und einen Zauber finden, der die verschwundenen Kinder wieder zurückbringt, damit das Weihnachtsfest gerettet ist.
 
Aber ob sie am Ende auch Graf Tetrich bekehren überzeugen kann?
 
 
Lilli, der Drache und die Figuren im Film
 
Die Abenteuer rund um Hexe Lilli nach der erfolgreichen und weltweit millionenfach verkauften Kinderbuchreihe hatten bereits 2009 und 2011 allein in Deutschland zusammen fast zwei Millionen Zuschauer ins Kino gelockt. Höchste Zeit also für eine Fortsetzung, die gleichzeitig ein Neuanfang ist – mit einer neuen Hauptdarstellerin und einer neuen, weihnachtlichen Geschichte, die gar nicht zauberhafter sein könnte.
 
Hexe Lilli wird dieses Mal allerdings nicht mehr wie beim ersten Film von Alina Freund, die mittlerweile zu alt für diese Rolle war, sondern von der erst 11jährigen Hedda Erlebach verkörpert. Aber das fällt nicht weiter negativ auf, denn mit ihr wurde ein würdiger Ersatz gefunden. Denn auch das Schauspiel der Neubesetzung wirkt trotz ihres jungen Alters absolut natürlich und nicht aufgesetzt.
 
Gleich geblieben ist aber dafür die Besetzung ihres treuen Begleiters und Beschützers, dem Drachen Hektor.
 
Ein ziemlich witziger Zeitgenosse, der außerdem auch noch ihr magisches Buch bewacht und dem erneut Michael Mittermeier seine Stimme leiht. Und das natürlich wieder mit der typisch gewitzten Art, wie wir das von dem Comedian gewohnt sind.
 
Aber auch als Figur ist Hektor außerordentlich gut gelungen. Die Macher haben sich nämlich wieder besonders Mühe gegeben, dass die er ich diesmal noch authentischer in die reale Umgebung einpasst und nicht aufgesetzt wirkt. In die Rolle von Knecht Ruprecht durfte für den Film Jürgen Vogel schlüpfen. Ein Charakter bei dem es vor allem darauf ankam, die perfekte Balance zwischen der Verkörperung eines dämonischen Charakters und eines Charakters mit guten Eigenschaften zu finden. Ohne im Generellen zu bedrohlich zu wirken.
 
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Und das ist ihm hervorragend gelungen. Schon nach wenigen Minuten vergisst man, wer hinter der Maske steckt. Eine Figur, die aber gleichzeitig auch der Rote Faden des Films ist und deshalb bei einer Fehlbesetzung das ganze Projekt zum Scheitern gebracht hätte.
 
Anja Kling als Lillis Mutter hat nur wenige Auftritte im Film. Aber auch bei deren Besetzung hätte man sich keinen besseren Cast wünschen können. Ebenso wie bei Lillis Oma. Denn Marissa Hörbiger spielt diese Figur so herzerwärmend, dass man direkt neidisch auf Lilli werden könnte.
 
Als negativ ist jedoch die Besetzung von Graf Tetrich Junior anzusehen. Denn die schauspielerische Leistung von Maurizio Magno wirkt leider etwas künstlich und aufgesetzt.
 
Weihnachtsgeschichte mit Sozialkritik
 
Und was natürlich auch bei „Hexe Lilli rettet Weihnachten“ nicht fehlen darf, ist die sozialkritische Komponente. Ein Bestandteil der derzeit in nahezu jedem zweiten deutschen Film zu finden ist.
 
In der Weihnachtsgeschichte wurde sie in Form von Lillis bester türkischer Freundin Layla (Aleyna Hila Obid) eingebaut. Gemeinsam mit ihr versucht sie Knecht Ruprecht in seine Zeit zu befördern und Weihnachten zu retten.
 
Mit diesem Charakter werden die Themen Antidiskriminierung angeschnitten und uns ein kleiner Einblick gewährt, wie Weihnachten im Islam gefeiert wird. Hierbei wurde von Regisseur Wolfgang Groos allerdings zum Glück ebenfalls die notwendige Balance gefunden.
 
Als Message des Films kann jedenfalls angesehen werden, dass man tolerant mit seinen Mitmenschen umgehen sollte und dafür Weihnachten ein guter Anlass ist, darüber nachzudenken.
 
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Fazit
 
Mit „Hexe Lilli rettet Weihnachten“ ist Wolfgang Groos ein bezauberndes Weihnachtsmärchen gelungen, das garantiert jung und alt begeistern wird. Mit tollen Schauspielern, gelungenen Spezialeffekten und dank Michael Mittermeier als Drache Hektor vielen witzigen Momenten. Und einer nicht unwichtigen Message, die wir uns zu Herzen nehmen sollten.
 
 
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