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*** Maze Runner - Die Auserwählten in der Todeszone ***

 
mr3 kritik
 
Autor: Walter Hummer
In Teil Drei der Serie wird gar nicht mehr tatsächlich durch Labyrinthe gelaufen. Dafür gibt es Verfolgungsjagden, Kämpfe und Opfer in einer düsteren Zukunft.
 
Die Todeszone
 
Die Welt ist durch das Brandvirus verseucht. Der größte Teil der Menschheit ist bereits infiziert und zu „Cranks“ mutiert, die alles und jeden attackieren. Das „Welt-Chaos-Katastrophen-Department“, kurz WCKD, versucht die Seuche mit merkwürdigen Methoden zu bekämpfen. Nachdem am Ende von Teil Zwei alles recht finster aussah, versucht unser junger Held Thomas (Dylan O’Brien) am Anfang von Teil Drei nun seinen Kameraden Minho (Ki Hong Lee) aus den Händen des WCKD zu befreien. Mit sehr viel Glück können die Widerstandskämpfer eine Gruppe Gefangener befreien. Minho ist aber nicht unter ihnen. Um den Freund zu retten bricht Thomas zusammen mit dem zu allem entschlossenen Newt (Thomas Brodie-Sangster) und dem jungen Frypan (Dexter Darden) in die „letzte Stadt“ auf. Dort helfen Ihnen alte und neue Verbündete. Und dort trifft Thomas auch Teresa (Kaya Scodelario) wieder, die sich dem WCKD angeschlossen hat.
 
Dystopische, auf einer Jugendbuchserie basierenden Filmreihen gab es in den letzten Jahren ja einige. Aber gerade Teil Drei muss sich keineswegs hinter den anderen Filmen dieses Subgenres verstecken. Natürlich ist die Handlung hanebüchen. Aber eine Regierung die Jugendliche einander im Fernsehen umbringen lässt um von der schlechten wirtschaftlichen und sozialen Lage abzulenken, ist auch nicht gerade Neo-Realismus. Die Actionsequenz am Anfang ist natürlich absurd, aber rasant und cool gemacht. Die Schlachtszenen am Ende sind ebenfalls gut in Szene gesetzt.
 
 
Und es schießt auch niemand mit Pfeil und Bogen Flugzeuge ab. Auch ist die Story nicht komplett vorhersehbar, weil hier mal nicht bloß unwichtige Nebenfiguren geopfert werden. Und vor allem der Look des Films ist recht ansprechend. Die verwüsteten, verlassenen Landschaften wirken verstörend vertraut. Und die futuristische „letzte Stadt“ erinnert in manchen Einstellungen an „Blade Runner“ (gemeint ist hier das Original von 1982, nicht die Enttäuschung vom letzten Jahr). Das alles wurde von Regisseur Wes Ball routiniert in Szene gesetzt. Am Ende hätte es dem Film gut getan, wenn er fünfzehn oder zwanzig Minuten kürzer ins Kino gekommen wäre. Aber wenigstens hat man die Handlung eines einzelnen Buches nicht gleich auf zwei ganze Filme ausgewalzt.
 
Die Auserwählten
 
Dylan O’Brien („American Assasin)spielt wieder den Helden Thomas. Seine Rolle gibt ihm leider nicht viel mehr zu tun als sehr viel zu laufen, zu kämpfen, zu leiden und ganz oft den Namen eines Kameraden oder einer Kameradin zu rufen.
 
Thomas Brodie-Sangster (Liam Neesons Stiefsohn aus „Tatsächlich Liebe …“) zeigt uns als Newt, wie man Entschlossenheit darstellen kann, ohne dauernd finster dreinzuschauen.
 
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Kaya Scodelario („Pirates of the Caribbean: Salazars Rache“) stellt Teresa glaubhaft als fehlgeleitete, junge Frau mit den besten Absichten dar. Sie hat nicht bloß ein hübsches Gesicht, sie kann damit auch Emotionen vermitteln. Damit schlägt sie die junge Dame, die während der gesamten „Twilight“-Reihe nur zwei Gesichtsausdrücke gezeigt hat, um Längen.
 
Rosa Salazar als zeigt als Kämpferin Brenda echte Besorgnis und wirkt auch in Action-Szenen glaubhaft.
 
Die erfahreneren Darsteller haben leider nicht allzu viel Gelegenheit ihr Können zu zeigen. Giancarlo Esposito („Do the Right Thing“) glänzt seit über dreißig Jahren immer wieder als Nebendarsteller in den verschiedensten Filmen. Hier darf er zuerst einen Pickup fahren und dann mehrmals einen Hubschrauber fliegen.
 
Vor allem von Patricia Clarkson („Lars und die Frauen“) als Ava Paige hätte man gerne mehr gesehen.
 
Die Rolle von Barry Pepper („Der Soldat James Ryan“) als Anführer Vince ist nicht der Rede wert. Und Walton Goggins („The Hateful 8“) ist als Lawrence unter seiner – zugegeben eindrucksvollen - Maske kaum zu erkennen.
 
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Fazit
 
Die Verfilmung des dritten Teils dieser Jugendbuchreihe ist sicher kein Meisterwerk. Aber im direkten Vergleich steht dieser Film ganz gut da. Action, Freundschaft und ein bisschen Liebe werden vor dem Hintergrund der Apokalypse unterhaltsam in Szene gesetzt.
 
 
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