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>> Coronavirus in Hollywood: Die Traumfabrik steht still!!


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Geschlossene Kinosäle, abgebrochene Drehs und Stars in Quarantäne. In Hollywood sorgt das Coronavirus für Chaos und könnte weitreichende wirtschaftliche Folgen haben. Produktionsmitarbeiter fürchten um ihre Existenz.
 
James Bond: Auf einmal hat er ganz viel Zeit
 
Da ist selbst James Bond machtlos. Der Agent im Auftrag seiner Majestät hat in seinem neuen Film zwar "Keine Zeit zum Sterben", dafür aber umso mehr Zeit, bis er ins Kino kommt. Der geplante US-Start wurde vom 10. April auf den 25. November verschoben. "F9", der neunte Teil von "Fast & Furious" muss sogar eine einjährige Zwangspause einlegen und erscheint erst am 2. April 2021. Das Live-Action-Remake von "Mulan" und Scarlett Johanssons "Black Widow" hängen im Nirwana. Keine Ankünding, wann die heißerwarteten Disney-Hits erscheinen.
 
Tom Hanks kümmert sich um die Wäsche
 
Das Coronavirus hat Hollywood lahmgelegt. Täglich gibt es neue Meldungen, welche Serie ihre Dreharbeiten bis auf weiteres unterbrochen hat. Sogar Projekte in der Planungsphase liegen auf Eis. Mittlerweile sind praktische alle Kinosäle in den USA geschlossen. Das Virus macht auch vor den Stars nicht Halt. Tom Hanks war einer der ersten, der verriet, an Corona erkrankt zu sein. Mit Ehefrau Rita Wilson befindet er sich in Quarantäne. "Ich lege die Wäsche zusammen, mache den Abwasch und dann folgt ein Schläfchen auf dem Sofa", verriet er auf Twitter. Auch Idris Elba und Ex-"Bond"-Girl Olga Kurylenko sind erkrankt.
 
Viele freie Mitarbeiter fürchten um ihre Existenz
 
Für die Promis ist eine Erkrankung unangenehm und natürlich einschränkend, aber zumindest müssen sie sich keine Sorgen um ihre finanzielle Situation machen. Anders ist das bei den tausenden Produktionsmitarbeitern, die wegen Corona auf einmal ohne Job dastehen. Sie sind oft nicht fest angestellt, sondern wegen tageweise oder für ein bestimmtes Projekt engagiert. Sie haben keine Krankenversicherung oder Sicherheitsnetze.
 
Gegenüber dem Branchenblatt "The Hollywood Reporter" gesteht eine freie Produzentin: "Wohin man schaut werden gerade Jobs gestrichen und Shows gestoppt. Es ist ein Desaster". Eine Location Managerin macht sich Sorgen um ihre Assistenten. Die verdienen nicht viel und müssen deshalb non-stop arbeiten, um überleben zu können. "Die meisten von ihnen können ihre Miete nicht bezahlen, wenn sie ein oder zwei Wochen nicht arbeiten", sagt sie "The Hollywood Reporter."
 
Es braucht weitgreifende Reformen
 
Wer es in Hollywood vor und hinter der Kamera ganz nach oben schafft, verdient richtig gut. Doch Glamour und Wohlstand warten nicht auf jeden. Viele die "below-the-line", also in der wenig thematisierten unteren Hälfte des Business arbeiten (Assistenten, Catering-Mitarbeiter, Doubles, Komparsen und so weiter), schlagen sich von Projekt zu Projekt, Scheck zu Scheck durch. Fakt ist, dass Filmstudios regelmäßig riesige Gewinne einfahren. Der von Disney betrug im ersten Quartal 2020 laut "Statista.de" rund 2,13 Milliarden US-Dollar. Die Meute der freien Filmschaffenden sieht davon aber nichts.
 
"Diese Konzerne haben große Bargeldreserven, aber sie heuern die Leute nur als Tagelöhner an, damit sie ihnen keine Kranken- und Sozialversicherungen zahlen müssen. Und dann passiert sowas wie Corona und wir haben keinen Schutzschirm", klagt eine freie Produzentin im Interview mit "The Hollywood Reporter". Es brauche weitreichende Reformen, fordern viele freie Mitarbeiter. Sie hoffen, dass es durch das Coronavirus endlich zu einem Umdenken und entsprechenden Maßnahmen kommt.
 
 Autorin: Claudia Oberst
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