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*** Jim Knopf und die Wilde 13 ***


 

ouatih kritik

Autor: Peter Osteried
 
Nur zwei Jahre, nachdem der erste Teil in die Kinos kam, präsentiert man nun das Sequel, das wie das Original auf dem Buch von Michael Ende basiert. Damals hatte man mehr als eine Million Besucher, ob das nun unter Corona-Bedingungen wiederholbar ist, bleibt abzuwarten. Verdient hätte der Film das Publikum durchaus, ist er doch phantasievoll und sehr aufwendig.
 
Auf der Suche nach Molly
 
Jim Knopf und sein Freund Lukas, der Lokomotivführer, brechen auf zu einer abenteuerlichen Reise. Denn Lummerland braucht unbedingt einen Leuchtturm, um zu verhindern, dass immer wieder Schiffe havarieren. Darum dachten sie an einen ganz besonderen Riesen, der mit einem Leuchtfeuer in der Hand in dunklen Nächten helfen könnte. Aber die Reise wird deutlich aufregender als erwartet. Denn die kleine Lokomotive Molly wird von der Wilden 13 entführt. Das sind Piraten, die die Meere unsicher machen und für Angst und Schrecken sorgen. Lukas und Jim Knopf lassen sich davon natürlich nicht schrecken und setzen alles daran, Molly zurückzuholen.
 
Dabei treffen sie auf zahlreiche Freunde von einst, aber auch auf neue Freunde, die ihnen bei ihrem Unterfangen helfen können.
 
 
Bewährtes Team
 
Dennis Gansel hat erneut die Regie übernommen. Vor der Kamera finden sich die Stars des ersten Films wieder ein. Dazu gibt es auch ein paar Neuankömmlinge wie die Meerjungfrau, die die Hilfe von Jim und Lukas benötig. Zudem hat man die Wilde 13, allesamt gespielt von Rick Kavanian. Wenn der mit sich selbst agiert, dann bleibt kein Auge trocken. Er schafft es, den Figuren tatsächlich so etwas wie Eigenheiten zu geben, während sie alle gleich aussehen. Wunderbar ist die Szene, in der die Mitglieder der Wilden 13 eigene Namen bekommen, die sie bis dahin nicht hatten, die aber nun helfen, sie zu Individuen zu machen.
 
Der Film erzählt seine Geschichte sehr phantasievoll – und sehr schnell. Das lässt die episodische Struktur in den Hintergrund treten, denn die Abenteuer, die Jim Knopf und Lukas erleben, sind weniger Teil einer stringenten Handlung als vielmehr kleine Geschichten für sich. Abwechslung ist dabei Trumpf, wenn Lokomotiven entführt werden, Meerjungfrauen nach dem Auftauchen sympathisch nach Luft japsen, und Drachen und Riesen einander fürchten, obwohl sie eigentlich beste Freunde sein könnten.
 
01 ©2020 Warner Bros Pictures02 ©2020 Warner Bros Pictures05 ©2020 Warner Bros Pictures08 ©2020 Warner Bros Pictures
 
Turbulentes Chaos
 
Es ist gut möglich, dass der Film die jüngsten Zuschauer überfordern wird, weil er relativ lang ist, aber auch, weil er mit einer Vielzahl von Figuren jongliert (und da zählen wir die Wilde 13 gar nicht mal dazu) und in den Handlungsorten immer wieder wechselt. Das kann schnell zu viel werden.
 
Die älteren Begleiter werden hier ganz gut unterhalten. Natürlich auch, weil es kaum jemanden gibt, für den Jim Knopf und der Lokomotivführer nicht nostalgisch verklärt ist. Man kann sich also nicht nur an der rasanten Erzählung erfreuen, bei der immer etwas los ist, sondern auch in Erinnerungen daran schwelgen, wie man selbst diese Figuren kennen lernte – sei es durch Michael Endes Bücher oder aber durch die Adaptionen der Augsburger Puppenkiste.
 
Allerdings ist der Film für ein älteres Publikum schon sehr simpel gestaltet und damit das genaue Gegenteil dessen, wie er auf die Kids wirken wird.
 
Fazit
 
JIM KNOPF UND DIE WILDE 13 ist ein phantasievoll gestalteter Film mit sehr viel Liebe zum Detail. Dies ist ein aufwendiges Märchen, das den multikulturellen Aspekt wundervoll integriert und damit auf angenehme Art und Weise eine Botschaft sendet, die bei jungen Zuschauern sicherlich auf fruchtbaren Boden fällt. Perfekt ist der Film dabei sicherlich nicht, er hat aber viel richtig gemacht.
 
 
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