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***Verrückt nach Fixi***

 vnf kritik
 
Autor: Henry Will
 
Mike Marzuk, der „Verrückt nach Fixi“ nicht nur inszeniert, sondern zusammen mit Thomas Sieben auch das Drehbuch geschrieben hat, hatte die Idee zu dieser Komödie bei einer längeren Fahrt. Eine Gummipuppe, die lebendig wird. Mehr wusste er anfangs nicht, mehr war aber auch nicht notwendig. Denn mit einem solchen Pitch an der Hand war es ihm tatsächlich ein Leichtes, eine finanzierende Firma zu finden.
 
Gummipuppe aus Fleisch und Blut
 
Cool ist Tom nicht. Er zeichnet Comics, er wird in der Schule mehrheitlich ignoriert, und er hat einen besten Freund: Dodie. Der wiederum hat vor nichts Angst und träumt davon, Stuntman zu werden. Auf dem Abschlussball der Schule will man noch einmal feiern, aber auf Tom wartet eine immense Demütigung: Er wird auf die Bühne gerufen und dann überreicht man ihm als letzter männlicher Jungfrau der Schule eine Gummipuppe.
 
Mit der unterm Arm geht Tom nach Hause, betrinkt sich aber vorher noch in einem Stripclub. Als er am nächsten Morgen aufwacht, liegt Fixi neben ihm. Fixi ist die zum Leben erwachte Gummipuppe, die ihrem Naturell entsprecht recht hohl ist, aber dafür auf Sex steht. So verliert Tom nicht nur seine Jungfräulichkeit, sondern wird unter den Schulkollegen plötzlich auch als cool angesehen. Denn wer einen steilen Zahn wie Fixi abschleppen kann, der muss schon was draufhaben.
 
Der Angeber Jannis freundet sich mit Tom an, aber eigentlich hat er es nur auf Fixi angesehen. Das ist auch Dodie klar, doch Tom erkennt nicht mehr, wer seine wahren Freunde sind …
 
 
Im Stil alter Klassiker
 
Neu ist die Idee nicht unbedingt. Zwar hat man noch nicht gesehen, dass eine Gummipuppe lebendig wird, aber in den USA hat man in den 1980er Jahren schon in „Mannequin“ eine Schaufensterpuppe lebendig werden lassen. Und in „L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn“ haben sich ein paar Nerds die perfekte Traumfrau gebastelt.
 
In dieselbe Richtung geht nun auch „Verrückt nach Fixi“, nur dass hier der Humor weit zotiger ist. Das liegt vor allem daran, dass Fixi eben eine Gummipuppe war und sich genauso benimmt. Damit einher geht auch, dass sich Lisa Tomaschewksy, die sich vor Jahren schon mal für den „Playboy“ ausgezogen hat, auch recht freizügig gibt, selbst wenn der Zuschauer kaum mehr als einen nackten Rücken zu sehen bekommt.
 
Sie ist tatsächlich das Highlight des Films – und das nicht nur, weil sie schön anzusehen ist. Sondern auch, weil ihre Rolle die herausforderndste ist. Fixi ist quasi hohl. Sie weiß nichts, sie reagiert nur. Und meistens wiederholt sie auch nur, was andere gesagt haben. Aber sie ist - nun ja - leicht zu haben, was für einige komische Momente sorgt.
 
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Wie Kelly Bundy
 
Im Grunde ist Fixi wie Kelly Bundy, nur noch etwas hohler. Das muss man bisweilen ein wenig ausblenden, denn so wie sie von Tom „benutzt“ wird, hat das fast schon einen Ruch, wird hier doch jemand ausgenutzt, der sich gar nicht wehren kann. Das könnte man dem Film auch vorhalten, aber zu ernst darf man diese sich doch eher als zotige Klamotte verstehende Komödie nun wirklich nicht nehmen.
 
Immerhin ist dies ein Film, in dem es solche Momente wie den gibt, in der eine Figur aus Rache ins Cabrio eines anderen pinkelt. Und als ihm jemand zuruft, dass er doch nicht einfach in das Auto strullen kann, erwidert er nur: „Ich muss eben gerade nicht scheißen.“
 
Hochgeistig ist das alles nicht, wohl aber kurzweilig. Zumal die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren – den von Jascha Rust und Roland Schreglmann gespielten Freunden – ausgesprochen gut ist.
 
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Fazit
 
Wirklich neu ist die Idee von „Verrückt nach Fixi“ nicht, aber Spaß macht diese teils doch recht derbe Komödie, die hin und wieder sogar einen Anflug von Ernsthaftigkeit hinbekommt, doch.

Wenn sie gut genug läuft, hat Regisseur Mike Marzuk auch ein Sequel in Aussicht gestellt. Allerdings ohne die männlichen Hauptfiguren. Aber Fixi könnte dann jemand anderem das Leben versüßen …


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