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***Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt***

 rtf kritik
 
Autor: Peter Osteried
 
Der Kinderbuchklassiker von Boy Lornsen erschien 1967 und hat seitdem Generationen von Kindern begeistert. In den 1970er Jahren nahm sich die Augsburger Puppenkiste der Geschichte an und schuf eine Serie, die noch heute heiß geliebt ist. Dennoch dauerte es lange, bis man sich der Geschichte wieder filmisch annahm. Zudem ist Wolfgang Groos‘ „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ die erste Realverfilmung des Stoffs.

Zwei Freunde

Tobbi hat keine Freunde. Im Gegenteil, er wird von Justin und seinen Kumpels drangsaliert, weil er anders ist. Er ist ein Erfinder, ein wacher Geist, der immer neue Ideen hat. Nur umsetzen kann er sie nicht, weil er zwei linke Hände hat. Seine Mutter, eine Mechanikerin, wünscht sich, dass Tobbi Freunde findet und ein etwas normaleres Leben lebt, sein Vater ist da deutlich lockerer.
 
Eines Tages stürzt der kleine Roboter Robbi auf die Erde. Tobbi hält ihn erst für einen Satelliten, in der Garage erwacht der Roboter dann jedoch zum Leben. Wie Tobbi ist auch Robbi ein Außenseiter, aber das sind die besten Voraussetzungen für eine große Freundschaft – und für ein großes Abenteuer.
 
Denn Robbi muss zum Nordpol, wo seine Eltern in Not sind. Aber um dort hinzukommen, benötigen die Freunde das richtige Gefährt: ein von Tobbi entworfenes Fliewatüüt, das fliegen und auf Wasser fahren kann, aber auch ein Auto ist. Doch die Zeit drängt, und das nicht nur, weil die Kälte Robbis Eltern zusetzt, sondern auch, weil ein skrupelloser Geschäftsmann zwei Söldner darauf angesetzt hat, ihm Robbi zu bringen, damit er ihn für die eigenen Produkte ausschlachten kann.
 
 
Modernisierung
 
Der originale Roman ist schon etwas in die Jahre gekommen. Man könnte sogar sagen: Er ist angestaubt. Was vor allem daran liegt, dass vieles von dem, was Lornsen in den 1960er Jahren beschrieb, Science Fiction war, heute aber längst existiert. Darum war klar, dass man den Film nicht in den 1960er Jahren spielen lassen, sondern vielmehr modernisieren wollte. Diese Aufgabe fiel dem Autor Jan Berger zu, der u.a. die Adaption von „Der Medicus“ verantwortete. Bei „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ hat er den Kern der Geschichte erfasst, die aus der Freundschaft der zwei ungleichen Außenseiter besteht.
 
Sie ist noch immer das Herzstück dieser Geschichte, die aus heutiger Sicht nicht mehr so originell erscheinen mag. Das liegt vor allem daran, dass Geschichten mit derart ungleichen Freunden, aber auch mit Robotern längst nicht mehr so ungewöhnlich sind. Die Umsetzung macht es jedoch – und die ist makellos.
 
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Ein Roboter erwacht zum Leben
 
Die Effekte sind nicht nur niedlich, sondern auch sehr gut geworden. Dabei setzte man längst nicht nur auf CGI. Die kamen zwar für Robbi auch zum Einsatz, wenn etwa der Teleskoparm ausfährt oder Action erwartet wird, häufig wurde jedoch mit einer echten Version des Roboters gedreht, was mit einigen Herausforderungen einherging, da Feuchtigkeit dem Kleinen zusetzte, der durch die Rollen aufgewirbelte Staub an trockenen Tagen aber auch nicht gerade förderlich war. Es hilft auf jeden Fall, dass Robbi vor Ort am Set war, da es das Spiel der Schauspieler um ihn herum bereichert.
 
Er ist im Grunde der eigentliche Star des Films, nicht unähnlich anderen beliebten Film-Robotern wie Nummer 5 oder Wall-E. Allerdings gibt es zwei Menschen, die ihm doch noch den Rang ablaufen. Das Ehepaar Alexandra Maria Lara und Sam Riley – letzterer mit amüsantem britischen Akzent. Die zwei spielen die besten Söldner der Welt, die lieber miteinander konkurrieren, als den Job unter Dach und Fach zu bringen. Ihre Figuren sind natürlich völlig übertrieben, fügen sich aber gut in die Geschichte ein. Ältere Zuschauer werden zudem bemerken, dass Alexandra Maria Lara mit ihrem eng am Körper anliegenden, schwarzen Anzug an Emma Peel erinnert und auch gleich schlagkräftig ist.
 
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Fazit
 
„Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ ist ein durch und durch guter Kinderfilm, der nicht umsonst mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet wurde. Er bietet nicht nur ein phantasievolles und phantastisches Abenteuer, sondern auch eine gute Botschaft, die zwar simpel ist, Kindern aber erläutert, dass es okay ist, nicht der Masse anzugehören.
 
Dass man seinen eigenen Passionen folgen soll und dass wahre Freundschaft selten, aber wertvoll ist. Aber das geschieht niemals aufdringlich, sondern wird organisch in ein flottes Science-Fiction-Abenteuer eingebaut.
 
 
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