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>> Oscar Nominierungen: Viele Überraschungen, das Ende der Rassismus-Debatte und das Comeback von Mel Gibson


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Die Oscar Nominierungen sind raus! Und die Academy of Motion Pictures and Sciences beweist, dass sie immer wieder für eine Überraschung gut ist. Nachdem zwei Jahre lang das Hashtag #OscarsSoWhite (#OscarsSoWeiß) zirkulierte und die Academy dafür kritisiert wurde, keine farbigen Schauspieler und Filmemacher auszuzeichnen, hat sich dieses Jahr das Blatt gewendet: Drei von neun nominierten Filmen erzählen vom Leben als Afroamerikaner in den Vereinigten Staaten. “Moonlight”, “Hidden Figures - Unbekannte Heldinnen” und “Fences” greifen Außenseitergeschichten auf und sind kleine, aber feine Filme.
 
Mit Denzel Washington, Viola Davis (beide “Fences”), Mahershala Ali, Naomie Harris (beide “Moonlight”), Octavia Spencer (“Hidden Figures”), Ruth Negga (“Loving”) und Dev Patel (“Lion”) sind sieben von 20 nominierten Schauspielern farbig.  Diese neue Liebe für Vielfalt ist nicht das einzige, womit die Oscars überraschen: Mel Gibson erhielt eine Nominierung für seine Regiearbeit an “Hacksaw Ridge” und ist damit offiziell zurück im Hollywood Olymp. Gibson war Jahre lang persona non grata in Hollywood gewesen, nachdem er 2006 in betrunkenem Zustand einen Polizisten mit antisemitischen Äußerungen beschimpft hatte.
 
Und dann ist da noch das Musical “La La Land”, das bereits bei den Golden Globes groß abräumte. Auch die Academy scheint in “La La Land” vernarrt zu sein: 14 Nominierungen heimste Damien Chazelles Liebeserklärung an Los Angeles ein, so viele wie einst “Titanic”. Die Hauptdarsteller Emma Stone und Ryan Gosling sind beide nominiert.
 
 
Überraschend ist auch, dass Amy Adams nicht für den Science Fiction Thriller “Arrival” nominiert wurde. Stattdessen heimste Meryl Streep für “Florence Foster Jenkins” ihre 20. Nominierung ein (und baute ihren Rekord damit weiter aus). Isabelle Huppert darf sich für ihre Rolle als Vergewaltigungsopfer in “Elle” ebenfalls Hoffnung auf eine Goldstatue machen.

Deutschland wird bei der Gala im Dolby Theater gleich mehrfach vertreten sein: Maren Ades Vater-Tochter-Komödie “Toni Erdmann” geht als bester fremdsprachiger Film ins Rennen. Komponist Volker Bertelsmann ist für seine Arbeit an “Lion” nominiert und Marcel Mettelsiefen für seine Dokumentation „Watani: My Homeland“ über eine syrische Flüchtlingsfamilie, die sich in Deutschland niederlässt.  Die Oscars werden am 26. Februar in Los Angeles vergeben. Die komplette Nominierungsliste gibt es hier.
 
 
Autorin: Claudia Oberst
 
 
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