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***Mother´s Day***


mday kritik
 
Autor: Sascha Fersch
 
Mit Mother’s Day - Die Liebe ist kein Kinderspiel liefert Hollywood erneut den Beweis, dass es für einen erfolgreichen Film nicht mehr braucht als einige große Stars, die in rudimentären Handlungsbögen um ein gemeinsames Thema kreisen. Am Ende kommt trotzdem anrührendes Kino heraus.
 
Es kann nicht genug Liebesgeschichten geben
 
Der im Juli verstorbene Altmeister für romantische Hollywoodkomödien Gary Marshall legt hier seinen letzten Film vor. Neben den großen Erfolgen mit Pretty Woman und Die Braut die sich nicht traut zeichnet er sich auch verantwortlich für ähnliche Starvehikel der letzten Jahre wie Happy New Year und Valentinstag die dem selben Schema folgen wie nun eben Muttertag. Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch, dass Julia Roberts zum ersten Mal seit ihren frühen Erfolgen wieder mit dem Regisseur gearbeitet hat und sogar durch ihre Zusage maßgeblich an der Verwirklichung des Filmes beteiligt war. Die Geschichte hat vier Handlungsstränge die sanft miteinander verflochten sind, aber im Grunde eigenständig funktionieren.
 
In der ersten Konstellation treffen wir auf die geschiedene Sandy (Jennifer Aniston) und ihre zwei Jungs, deren Zusammenleben wird auf eine Zerreißprobe gestellt, als der Ex-Mann plötzlich seine neue und wesentlich jüngere Frau vorstellt, die prompt auch noch so viel Zeit wie möglich mit den Kindern verbringen möchte. Sandy fühlt sich von ihrem Ex hintergangen und von der neuen Flamme an seiner Seite herausgefordert. Doch glücklicherweise gibt es auch für sie den passenden Deckel in der Gestalt von Bradley (Jason Sudeikis), dem Besitzers ihres Fitnessstudios. Dieser muss aber seinerseits gerade den Tod seiner im Krieg gefallenen Frau verkraften und nebenbei noch zwei Töchter versorgen, wobei eine ihn bereits in den Anfängen der Pubertät zu überfordern droht.
 
Dann gibt es die überaus erfolgreiche Autorin, Beauty-Ikone, Schmuck-Designerin und Lebensberaterin Miranda (Julia Roberts), deren Leben so durchgetaktet ist, dass sie gar nicht erst auf den Gedanken kommt die eigene Kinderlosigkeit zu hinterfragen. Das Schicksal nimmt auch hier seinen Lauf als die junge Kristin vor der eigenen Hochzeit dringend ihre leibliche Mutter kennenlernen will, da muss ihr Verlobter schon mal das gemeinsame Kind zum Stand-Up Comedy Auftritt mitnehmen. Zuletzt gibt es noch das Schwesternduo Jesse (Kate Hudson) mit indischem Gemahl und Gabi (Sarah Chalke) mit ihrer Frau, die beide Angst haben ihren konservativen Eltern ihre etwas modernen Lebensentwürfe zu offenbaren. Als diese unerwartet vor der Tür stehen gibt es allerdings keine Ausflüchte mehr.
 
 
Es kann nicht genug Rollen für Schauspieler geben
 
Es ist schon als große Leistung zu betrachten, dass man bei dieser unübersichtlichen Anzahl an verschiedenen Personen und Verwicklungen nicht den Überblick verliert. Doch Gott sei Dank sind die Charakterzeichnungen eher rudimentär und arbeiten mit allerlei bekannten Motiven und Klischees, deren Muster jeder schnell begriffen hat. Man kann sich also voll darauf konzentrieren den durchweg bekannten Schauspielern bei ihrer Arbeit zuzusehen. Und obwohl das die Authentizität der Story schmälert, macht es sogar Spaß altbekannte Gesichter neu zu entdecken.
 
Zum Beispiel Sarah Chalke, vor allem bekannt aus der Fernsehserie Scrubs hat man länger nicht auf der großen Leinwand gesehen und merkt plötzlich wie sehr man sie vermisst hat. Auch Aasif Mandvi spielt trotz seiner Rolle als Quoten-Inder großartig und befreit auf. Doch natürlich freut man sich in erster Linie darauf Julia Roberts, Kate Hudson und Jennifer Aniston zu sehen, da sind drei Größen der romantischen Komödie vereint und zeigen erneut warum sie dieses Genre so gut beherrschen, mit der nötigen Anmut, ein bisschen Zickenalarm und einer ausgleichenden Portion Selbstironie spielen sie leichtfüßig auf der Klaviatur zwischen lustigen und tragischen Momenten.
 
Es ist nur konsequent wenn die Männer eher als Randnotiz oder Anspielpartner dienen, schließlich heißt der Film ja auch nicht Vatertag. Sie müssen es sich in diesem Film zumindest gefallen lassen, von den Töchtern belehrt, den Ex-Frauen verflucht und ganz allgemein je nach Stimmung belächelt oder bemuttert zu werden. Es hat eben jeder eine Mutter, so ist das Leben.
 
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Es kann nicht genug Filme über die Liebe geben
 
Dank dem handwerklichen Geschick der Schauspieler und dem wohldosierten Einsatz an Musik ist diese emotionale Achterbahnfahrt einigermaßen gelungen. Es ist kein revolutionärer Film geworden, sondern eher ein altbekanntes Motiv mit leichten Variationen. Wie bei einem Besuch im Disney-Land weiß man was einen erwartet, die Attraktionen sind immer die gleichen und alles besteht aus billigem Plastik, doch am Ende des Tages hatten trotzdem alle irgendwie Spaß.
 
Damit hat Gary Marshall mal wieder alles richtig gemacht, auch sein letzter Streich wird sicher genügend Anhänger finden und damit als Blaupause für weitere gelungene sommerliche Komödien dienen. Die Liebe ist als Thema eben immer und in allen Variationen aktuell und die Liste der möglichen noch zu verfilmenden Feiertage lang. Lassen wir uns also einlullen in die warmen Emotionen dieses Film und träumen hinweg in eine Welt mit Happy End.
 
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Fazit
 
Der perfekte Film für ein erstes Date, oder auch als Geschenk für die Eltern zu empfehlen. Dieser Film tut niemand weh und versucht erst gar nicht die Welt zu verändern, er ist Feelgood-Kino ohne sich im Bombast zu verlieren.
 
Als Bonus gibt es eine große Riege an Stars die man teilweise auch schon länger nicht gesehen hat. Ein ästhetisches Revival der späten 90er und frühen 2000er über ein zeitloses Thema, ohne sich übermäßig mit aktuellen Problemen abzumühen.
 
 
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