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*** Drachenzähmen leicht gemacht 3 ***


dzlg3 kritik
 
Autor: Christopher Diekhaus
      
Zum letzten Mal hoch hinaus: Mit „Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt“ findet die beliebte Animationsreihe rund um den jungen Wikinger Hicks trotz kleiner Schwächen einen zufriedenstellenden Abschluss.
 
Heimat ade!
 
2010 begeisterte die temporeiche Heldenreise des jungen Wikingers Hicks (deutsche Stimme: Daniel Axt) in „Drachenzähmen leicht gemacht“ unzählige kleine und große Kinogänger. Vier Jahre später schoben die Macher aus dem Hause DreamWorks eine Fortsetzung zu der auf den Kinderbüchern von Cressida Cowell basierenden Geschichte nach und landeten damit einen echten Hit, obwohl der Film erzählerisch etwas grobschlächtiger daherkam als sein Vorgänger.
 
Mit „Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt“ bricht nun das letzte Kapitel der Animationsreihe an, die im Laufe der Zeit auch eine TV-Serie und diverse Kurzfilme hervorgebracht hat. Kreativer Kopf hinter dem finalen Leinwandabenteuer ist einmal mehr Dean DeBlois, der schon beim ersten Teil gemeinsam mit Chris Sanders („Die Croods“) als Regisseur und Koautor im Sattel saß.
 
 
Nach dem tragischen Tod seines Vaters muss sich der liebenswerte Hicks endgültig mit seiner Position als Oberhaupt seines Wikinger-Stammes arrangieren. Wann immer es ihm möglich ist, eilt er gemeinsam mit seiner großen Liebe Astrid (Emilia Schüle) und anderen Gefährten eingesperrten Drachen zu Hilfe und bringt die befreiten Tiere auf die Insel Berk, die mittlerweile vor lauter Feuerspeiern aus allen Nähten platzt. Als der finstere Drachentöter Grimmel (Lutz Riedel) die chaotische, aber friedliche Koexistenz im Dorf bedroht, beschließt Hicks schweren Herzens, seine Heimat aufzugeben und mit seinem Gefolge nach einem sagenumwobenen Ort zu suchen, an dem Menschen und Drachen womöglich unbehelligt von der Außenwelt zusammenleben können. Grimmel heftet sich allerdings an die Fersen der Flüchtenden und ködert Hicks‘ besten Freud, den Nachtschatten-Drachen Ohnezahn, mit einem Tagschatten-Weibchen.
 
Tolle Bilder, bekannte Konflikte
 
Erzählerisch ist „Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt“ leider nicht der große Wurf, da DeBlois in seinem Drehbuch mehrere Elemente und Konflikte des zweiten Films – wenn überhaupt – leicht abgewandelt unterbringt. Erneut zweifelt Hicks an seinen Führungsqualitäten und braucht kleine, aber entscheidende Anstöße von außen, um seine Bestimmung anzunehmen. Und einmal mehr trifft er auf einen durch und durch bösen Widersacher, der gänzlich ohne fesselnde Facetten bleibt. Noch dazu wirkt die Handlung in manchen Passagen etwas fahrig. Abgemildert werden diese Macken durch die sympathischen Protagonisten, das immer wieder beschworene Einstehen für Toleranz und die recht amüsant und feinfühlig aufgebaute Liebesgeschichte rund um Ohnezahn und das Tagschatten-Weibchen. Ein Strang, der dem Zuschauer vor Augen führt, wie wichtig es in einer Freundschaft manchmal ist loszulassen.
 
01 ©2019 Universal Pictures02 ©2019 Universal Pictures03 ©2019 Universal Pictures04 ©2019 Universal Pictures
 
Über alle Zweifel erhaben sind, wie schon in den vorangegangenen Kapiteln, die atemberaubend animierten, beinahe fotorealistischen Bilder. Jede Einstellung hält unzählige hübsche und witzige Details bereit, sodass man aus dem Staunen manchmal gar nicht mehr herauskommt. Eine echte Wucht ist schon der Anblick der riesigen Drachenmeute im Anflug auf Berk, mit dem DeBlois nach dem actionreichen Einstieg auftrumpft.
 
Ähnlich mitreißend und spektakulär fühlt sich der Moment an, wenn Hicks und Astrid die im Titel erwähnte geheime Welt erkunden, die in allen nur erdenklichen Farben erstrahlt. Optisch gehört der Film sicherlich zum Besten, was es im Animationsbereich bisher zu sehen gab, weshalb sich die inhaltlichen Wiederholungen und Holprigkeiten halbwegs verschmerzen lassen.
 
Fazit
 
Erzählerisch ist der letzte Teil der „Drachenzähmen leicht gemacht“-Reihe eher Konfektionsware, visuell und inszenatorisch besticht er dafür umso mehr.
 
 
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